Pressemitteilung

Slowenien steht im Mittelpunkt

  • 22.01.2019

Wenn Slowenien aktuell in den Nachrichten auftaucht, dann meist als Teil der Fluchtroute, auf der Menschen aus Afrika oder arabischen Ländern ihren Weg nach Europa suchen. Der Weltgebetstag 2019 rückt Slowenien auf ganz andere Weise in den Blickpunkt. Frauen aus dem Land zwischen Alpen und Adria haben die Liturgie vorbereitet, nach der am Freitag, 1. März, in vielen Mülheimer Kirchengemeinden genauso wie in tausenden anderen Gemeinden in über 120 Ländern der Welt Gottesdienste gefeiert werden.

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind knapp 60 Prozent katholisch. Obwohl das Land christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Erst seit dem  Jahr 1991 ist Slowenien ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt, die  vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mitbrachten. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Über die Situation in dem relativ „neuen“ europäischen Land informieren die Veranstaltungen zum Weltgebetstag in diesem Jahr

„Kommt, alles ist bereit”: Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 laden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag. Die Gottesdienste zum Weltgebetstag, der jedes Jahr am ersten Freitag im März stattfindet, werden jeweils in einem anderen Land vorbereitet, das dann auch im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht.

„Informiert beten, betend handeln“ ist das Leitmotiv des Weltgebetstags. Bei den Weltgebetstags-Veranstaltungen in Mülheim erfährt man mehr zur Situation Slowenien. Dank Kollekten und Spenden fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee die Arbeit seiner weltweiten Partnerinnen. „Kommt, alles ist bereit“ unter diesem Motto geht es im Jahr 2019 besonders um Unterstützung dafür, dass Frauen weltweit „mit am Tisch sitzen können“. Deshalb unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika