Ein bundesweiter Online-Gottesdienst wird live gestreamt aus Broich. Wer von zu Hause aus seiner Verstorbenen gedenken möchte kann das beim digitalen Gottesdienst am Ewigkeitssonntag tun. Ab sofort können Namen Verstorbener ins digitale Gedenkbuch eingetragen werden.
Am Ewigkeitssonntag, den 23. November 2025, bietet das Portal trauernetz.de um 18 Uhr eine besondere Form des digitalen Gedenkens an: In einer digitalen Andacht können Christinnen und Christen online ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde gedenken. Dieser digitale Gedenkgottesdienst findet erstmals nicht nur als Chat, sondern auch als Livestream statt. Er wird aus der Evangelischen Kirche an der Wilhelminenstraße in Broich gestreamt. Besucher*innen nehmen nicht in der Kirche teil, sondern ausschließlich auf den digitalen Kanälen. Pfarrer Ralf Peter Reimann (Mülheim an der Ruhr), Pfarrerin Maike Roeber (Trier) und Pfarrer Rainer Liepold (Hohenbrunn) feiern die Andacht mit der Online-Gemeinde. Die musikalische Gestaltung übernehmen Kreiskantor Dr. Sven Schneider und Ekaterina Perlina (Violine).

Ab sofort bis zum 21. November (12 Uhr) ist es möglich, die Namen Verstorbener in ein digitales Trauerbuch auf trauernetz.de einzutragen. Diese Namen werden während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag im Livestream und im Chat vorgetragen und im gemeinsamen Gebet vor Gott gebracht.
Bereits seit 2009 gibt es Chat-Andachten am Ewigkeitssonntag, früher auch Totensonntag genannt, auf trauernetz.de. Nun wird der textbasierte Chat um einen Livestream erweitert. „Das digitale Gedenken ist eine gute Möglichkeit, sich online im Gebet und in der Erinnerung zu verbinden. Wir wollen mit dem Livestream nun auch denjenigen eine Form des digitalen Erinnerns ermöglichen, denen ein Live-Video näherliegt als das Tippen im Chat“, so Pfarrer Ralf Peter Reimann, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland.
„Trauer ist zutiefst persönlich. Einige besuchen die Chat-Andacht seit mehreren Jahren, andere kommen neu dazu“, ergänzt Pfarrerin Maike Roeber. „Mit der Chat-Andacht bieten wir einen geschützten Raum, um namentlich an Verstorbene zu denken und so der eigenen Trauer Ausdruck zu geben.“ Der Chat findet wie in den vergangenen Jahren auf dem Portal chatseelsorge.de statt.
So läuft die Online-Andacht ab
Um 18 Uhr beginnt der Livestream, gleichzeitig startet der Chat. Nach der Eingangsliturgie folgt das namentliche Gedenken an die Verstorbenen im Chat und im Livestream. Im Chat können Teilnehmende auch kurze Gebete oder Gedanken ausdrücken, wenn der Name einer Person erwähnt wird, an die sie besonders denken möchten. Die Andacht endet mit einem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen. Der Zugang zum Chat und zum Livestream erfolgt über trauernetz.de. Es ist möglich, nur über den Chat oder nur über den Livestream an der Andacht teilzunehmen.
Das Projekt trauernetz.de wird von sechs evangelischen Landeskirchen getragen, darunter auch die Evangelische Kirche im Rheinland, der der Mülheimer Kirchenkreis An der Ruhr angehört.
- Annika Lante
- Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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