Pressemitteilung

Festgottesdienst: „Wilhelmine“ wird 125 Jahre alt  

  • 05.03.2026

Das 125-jährige Bestehen der Kirche an der Wilhelminenstraße feiert die Evangelische Brückengemeinde mit einem großen Festgottesdienst am Sonntag, 8. März, um 11.15 Uhr (Predigt: Pfarrerin Karla Unterhansberg, Liturgie: Pfarrerin Kerstin Ulrich, Pfarrer Christoph Pfeiffer, Pfarrerin Karla Unterhansberg). Nicht nur die im neugotischen Stil erbaute Kirche, von den Broichern umgangssprachlich oft liebevoll „Wilhelmine“ genannt, sondern auch die Orgel (Firma Wilhelm Sauer, Frankfurt an der Oder) wurde im März 1901 eingeweiht.

Im Rahmen des Festgottesdienstes kommt die Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ (BWV 150) von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Sie gilt als eine der frühesten Kantaten Bachs. Der Saarner Posaunenchor umrahmt die Feier mit festlichen Bläserklängen. Musikalisch wirken mit: das Chorprojekt Links der Ruhr, Kerstin Heimann (Sopran), Streichquartett „Kaleidoskop“, Felicitas Bahlo (Fagott), musikalische Leitung Kantor Sven Schneider.

Am 17. März 1901 wurden die Kirche an der Wilhelminenstraße und die Sauer-Orgel feierlich in Dienst gestellt. Im neugotischen Stil errichtet, ist die „Wilhelmine“ zur Broicher Landmarke geworden. Eine Ausrichtung auf das Stadtgeschehen wird auch in der Positionierung des Kirchbaus deutlich: aus städtebaulichen und politischen Gründen ist das Hauptportal dem früheren Broicher Rathaus und dem früheren Bahnhof Broich zugewandt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Kirche 1949 ihre typischen reich gestalteten Chorfenster in Form eines Triptychons. Zum 100-jährigen Bestehen 2001 unterzog die damalige Evangelische Kirchengemeinde Broich die Kirche an der Wilhelminenstraße einer umfangreichen Überholung. Zum 125-jährigen Bestehen ist eine Generalsanierung der Orgel fällig, dafür sammelt die Brückengemeinde Spenden. Auch der Erlös aus dem Verkauf einer Festschrift zum 125-jährigen Doppeljubiläum von Kirche und Orgel ist diesem Zweck gewidmet.