KiTa Verband An Emscher und Ruhr nimmt Arbeit auf

  • 18.6.2024

Zum 1. August 2024 nimmt der im Januar gegründete „Evangelische Kita-Verband an Emscher und Ruhr“ den Betrieb auf. Zukünftig sind dann 14 Kitas aus dem Kirchenkreis-Gebiet Oberhausen sowie acht Kitas aus dem Kirchenkreis An der Ruhr unter einem Dach beheimatet. Zur Verbandsgründung fand nun eine Fachtagung in Kooperation mit dem Evangelischen Familien- und Erwachsenenbildungswerk (FEBW) in den Räumlichkeiten der Evangelischen Sophien-Kirchengemeinde Oberhausen statt.

Zur Fachtagung eingeladen waren alle 240 Mitarbeitenden des Verbandes sowie Vertreter der Trägergemeinden. Begrüßt wurden die Besucherinnen und Besucher, in überwiegender Mehrzahl die Erzieherinnen und Erzieher der jeweiligen Einrichtungen, von der Vorstandsvorsitzenden des Verbandes, Pfarrerin Christiane Wilms.

Nach einer Andacht von Michael Manz, Superintendent des Kirchenkreises An der Ruhr, und einführenden Grußworten vom Oberhausener Superintendenten Joachim Deterding sowie weiterer von Vertretern der beiden Städte, stand ein Vortrag von Prof. Dr. Armin Schneider von der Hochschule Koblenz im Mittelpunkt. Sein Vortrag „Frühkindliche Bildung – eine Investition für die Zukunft“ wurde von allen Gästen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. „Wir müssen stärker in frühkindliche Bildung investieren, um davon später gesamtgesellschaftlich profitieren zu können. Ein Verband wie der hier gegründete kann Gewicht haben, was den Dialog in Richtung Politik betrifft. Machen Sie davon Gebrauch.“

Michael Manz, Ina Kostakopulos, Susanne Wunderlich, Joachim Deterding, Veronika Herzig und Christiane Wilms (v.l.n.r.) Foto: Ostermann

Für den Nachmittag waren verschiedene Stationen vorbereitet, die die Teams der Einrichtungen dazu einluden, sich vorzustellen, die Stärken der einzelnen Mitarbeitenden zusammenzutragen und Wünsche, Ideen und Visionen für die zukünftige Verbandsarbeit zu sammeln. „Wir haben uns für dieses Format entschieden, damit sich alle besser kennenlernen können und ein Gefühl dafür entwickeln, wie groß wir nun durch diesen Zusammenschluss geworden sind“, sagte Susanne Wunderlich, pädagogische Geschäftsführerin des Verbandes und ergänzte: „Die Anbindung der Kitas an die jeweilige Kirchengemeinde soll selbstverständlich erhalten bleiben. In einer Kooperationsvereinbarung zwischen Verband und den Gemeinden sind alle hierfür wichtigen Aspekte festgehalten.“

„Mit dem Fachtag haben wir ein erstes Signal zur Verbandskultur gesetzt“, sagte die wirtschaftliche Geschäftsführerin Ina Kostakopulos und fügte hinzu: „Wir müssen näher zusammenrücken und die Stärken der einzelnen Häuser für alle nutzbar machen. Das wird ein Prozess sein, aber wir sind davon überzeugt, dass wir von der Zusammenlegung profitieren werden.“

Hielt das Gesagte grafisch fest: Graphic Recorder Christoph Illigens. Foto: Ostermann

Ein weiteres Highlight war das „Graphic Recording“ durch Christoph Illigens, bei dem Fachtag-Inhalte in Echtzeit grafisch festgehalten wurden.

„Die Gründung des Verbandes ist ein weiterer Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen. Ich bin froh und stolz, dass wir das hinbekommen haben“, sagte der Oberhausener Superintendent Joachim Deterding.

Abgerundet wurde der Fachtag durch den Pantomimen Adrian, der Begriffe, die während des Nachmittags von den Gästen in eine Box geworfen wurden, zum Erraten pantomimisch darstellte.

Der Kita-Verband an Emscher und Ruhr in Kürze:

  • 14 Kitas aus Oberhausen, 8 aus Mülheim
  • 240 Mitarbeitende, davon rund 200 pädagogische Fachkräfte
  • Geschäftsführung: Susanne Wunderlich und Ina Kostakopulos
  • Vorstand: Pfarrerin Christiane Wilms, Veronika Herzig und Petra Gunkel
  • Sitz des Verbandes: Markstraße 154 in Oberhausen, in den Räumlichkeiten des Kirchenkreises Oberhausen
  • Thorsten Ostermann