Einschulung, Umzug oder Hochzeit – da gratuliert man doch, oder? Oft hören Menschen, die Mitglied in der Kirche sind, sehr lange nichts von ihrer Kirche. Das Pilotprojekt Mitgliederkommunikation soll das ändern und die individuelle Kommunikation zu verschiedenen Lebensereignissen erleichtern.
Im Rahmen des Pilotprojekts profitieren die teilnehmenden Gemeinden des Kirchenkreises An der Ruhr von einem softwaregestützten Prozess, der es ermöglicht, anlassbezogen und gezielt Kontakt zu Gemeindemitgliedern aufzunehmen.
Schritt 1: Glückwünsche auf Papier
In einem ersten Schritt bekommen Mülheimer Gemeindemitglieder jetzt Glückwünsche per Post. Als persönlich adressierter Selfmailer kommt eine Gratulation zum 18. oder zum 50. Geburtstag ins Haus, ebenso wie Segenswünsche zur Einschulung oder zum Umzug. Versandfertig gestaltet werden die Briefe per Web-2-Print-Shop, zu dem die Gemeinden im Rahmen des Pilotprojekts der Landeskirche befristet kostenfreien Zugang bekommen. Nach wenigen Klicks zur Individualisierung und Kontrolle auf Richtigkeit werden die Briefe von dort aus automatisch gedruckt, gefaltet und pünktlich versandt.
Bestenfalls entstehen so ein Dialog und Verbundenheit. Die Post zu persönlichen Anlässen auf dem Lebensweg ist eine wichtige Kontaktfläche gerade zu denjenigen Mitgliedern, bei denen das Gemeindeleben nicht regelmäßig Teil des Alltags ist.
Im Rahmen eines vorgelagerten Projektschritts bekommen Kinder aus evangelischen Familien seit Herbst 2025 einen Glückwunsch zum ersten Geburtstag.
Schritt 2: digitale Mitgliederkommunikation
In einem nächsten Projekt-Schritt wird der Fokus auf die Mail-Kommunikation verlegt. Perspektivisch werden die Kirchengemeinden aktiv E-Mail-Adressen ihrer Mitglieder sammeln, damit Menschen nicht nur zu feierlichen Anlässen auf dem Lebensweg angesprochen werden, sondern auf Wunsch auch per Mail Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen erhalten. Die digitale Kommunikation geschieht über ausgewählte Module der ChurchDesk-Software, die Meldedaten der Mitglieder selektieren. Sofern Mailadressen eingepflegt sind, werden die Mitglieder dann per Mail direkt aus dem System angeschrieben. Stets verlinkt sind die Möglichkeiten zum Widerspruch gegen die Datennutzung. Im Anschluss an die Pilotphase werden die gewonnenen Kontakte datenschutzkonform in das künftige kirchliche Meldewesen übernommen.

