Hoffnungspreis 2012 für die Netzwerke

Preisverleihung an die Netzwerke Broich und Saarn
Hoffnungspreis 2012 für die Netzwerke Broich und Saarn

Sie führen Menschen zusammen, die sonst oft auf sich allein gestellt wären, dafür bekamen die Netzwerke Broich und Saarn beim den Hoffnungspreis 2012 des Kirchenkreises An der Ruhr.

Die Bestandsaufnahme der nun ausgezeichneten Netzwerke in der Ev. Kirchengemeinde Broich-Saarn fällt sechs bzw. sieben Jahre nach ihrer Gründung beeindruckend aus. Rund 35 Gruppen gibt es: Frühstückstreff, Kegeln, Radfahren und viele mehr. Mittlerweile wachsen sogar sehr konkrete Pläne des Saarner Netzwerkes zu einem gemeinsamen Wohnprojekt für die dritte Lebensphase. Zu den Monatstreffen der Netzwerke kommen oft 100 Menschen und mehr zusammen. „Am Anfang hat sich niemand vorstellen können, welchen Erfolg wir einmal haben sollten“, sagte Klaus-Peter Schorse vom Netzwerk Saarn in seiner Dankesrede. „Und jetzt sind wir fast schon an der Grenze unserer Kapazitäten“.

Die Kapazitäten der Netzwerke reichen indes weit über Gruppenangebote hinaus. „Es sind auch echte Freundschaften daraus entstanden“, so Schorse. „Die Idee war, Menschen über 50 Kontaktmöglichkeiten zu bieten, eine neue Anlaufstelle, nachdem sie aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind oder vielleicht auch den Partner oder die Partnerin verloren haben.“ Das beispielhafte Gelingen dieser Idee wurde mit dem nunmehr zum 14. Mal verliehenen Hoffnungspreis des Kirchenkreises An der Ruhr belohnt.

Die größte Herausforderung für die Ausgezeichneten indes, war es, die Nachricht über den Preis geheim zu halten. Traditionell wird erst mit der Verleihung öffentlich, wer den Hoffnungspreis bekommt. Da hatten die ehrenamtlichen Köpfe des Netzwerkes es nicht gewagt, eine dreistellige Zahl von Mitstreiterinnen und Mitstreitern vor der Preisübergabe einzuweihen. Die so Überraschten dürften das ihren Gruppenleitern nachsehen. Die Freude über den Preis war allseits groß, auch wenn die insgesamt 1500 Euro Preisgeld voraussichtlich nicht komplett im Netzwerk verbleiben. „Wir wollen gerne auch etwas spenden. Die Jugend und auch das Hospiz liegen uns am Herzen“, sagte Klaus-Peter Schorse.

(Archivtext aus 2021)

  • Annika Lante

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