Mit Herz und Engagement: als Freizeitbetreuerin in Dänemark

In fünf Freizeiten waren Kinder und Jugendliche in diesen Sommerferien mit der Evangelischen Jugend unterwegs. begleitet werden sie zumeist von Jugendleiter*innen und einigen ehrenamtlichen Teamer*innen – ohne sie wären die Freizeiten kaum möglich. Stellvertretend für die ehrenamtlichen Freizeitbetreuer*innen berichtet hier Emma Kocks (24) aus der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde über ihren Sommer mit der Evangelischen Jugend in Ebeltoft (Dänemark).

Emma Kocks

In diesem Sommer durfte ich zum ersten Mal als ehrenamtliche Teamerin eine Jugendfreizeit begleiten – eine Erfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat und mir gezeigt hat, wie viel Herz, Arbeit und Engagement hinter einer solchen Freizeit stecken.

Was viele von außen nicht sehen: Eine Freizeit beginnt nicht erst mit der Abfahrt, sondern viele Wochen und Monate vorher. In unzähligen Treffen haben wir Teamer*innen gemeinsam überlegt, geplant, organisiert, diskutiert und Ideen gesammelt und alles ehrenamtlich, in unserer Freizeit, oft nach Schule, Uni oder Arbeit.

Es ging dabei nicht nur um organisatorische Fragen wie Busfahrten, Programmpunkte oder Verpflegung, sondern auch darum, wie wir eine gute Gruppendynamik fördern, was wir den Jugendlichen inhaltlich mitgeben möchten und wie wir auf Herausforderungen reagieren können. Jede einzelne Entscheidung wurde getragen vom Wunsch, den Jugendlichen eine unvergessliche, bereichernde Zeit zu schenken.

In Dänemark angekommen, hat sich unsere intensive Vorbereitung ausgezahlt und doch war jeder Tag neu, anders, lebendig. Unser typischer Tagesablauf bot Struktur, aber auch genug Freiraum für Kreativität: Nach dem Frühstück gestalteten jeweils zwei Teamer*innen einen inhaltlichen Impuls, zu Themen, die die Jugendlichen bewegten oder zum Nachdenken anregten. Danach konnten sich alle in verschiedenen Hobbygruppen ausprobieren – ob sportlich, kreativ, lesend oder spielend.

Das Nachmittagsprogramm war abwechslungsreich: Vom entspannten Strandtag über kleine Ausflüge bis hin zur Vorbereitung unserer Abendprogramme war alles dabei. Die großen    Highlights    waren    ohne    Frage    unsere    Tagesausflüge nach Kopenhagen, Aarhus, Ebeltoft und ins Legoland –  wunderschöne Orte, die wir gemeinsam entdecken durften.

Abends wurde es dann oft besonders emotional, lustig oder tiefgründig: Ob bei Shows, Spielen, einem Filmabend oder der legendären Sonnenuntergangs-Wanderung mit Schwimmen, das Abendprogramm, mit der anschließenden Andacht hat den Tag immer besonders abgerundet.

Was für die Jugendlichen oft „einfach läuft“, bedeutete für uns Teamer*innen jeden Tag viel Abstimmung, Nachbereitung und Planung. Nach Programmende saßen wir oft noch lange zusammen: Reflexion des Tages, Besprechung von Problemen, Vorbereitung für den nächsten Tag. Es wurde diskutiert, gelacht, geplant, manchmal auch gestritten, immer mit dem Ziel, die bestmögliche Erfahrung für die Jugendlichen zu schaffen. Ehrenamt bedeutet in solchen Momenten, über die eigene Müdigkeit hinauszuwachsen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu tragen.

Unser Team war bunt gemischt, von erfahrenen Teamerinnen bis zu neuen Leuten wie mir. Jeder hat eigene Stärken eingebracht, ganz unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen, genau das hat die Freizeit so lebendig und besonders gemacht. Diese Vielfalt war manchmal herausfordernd, aber vor allem eine riesige Bereicherung.

Ein großes Lob gebührt unserem Küchenteam, zwei großartige Menschen, die uns Tag für Tag mit leckerem, frischem und kreativem Essen versorgt haben. Ihre Arbeit war nicht nur kulinarisch, sondern hat auch zur guten Stimmung und Gemeinschaft beigetragen.

Ehrenamt ist mehr als Helfen, es ist Verantwortung, Hingabe und vor allem Herzblut. Als neue Teamerin war ich überwältigt von der Energie, dem Zusammenhalt und der Bereitschaft aller, sich voll einzubringen. Natürlich war es auch anstrengend, manchmal chaotisch, oft intensiv, aber es war jede Minute wert.

Die Dankbarkeit der Jugendlichen, die vielen kleinen Momente, das Lachen, die Gespräche, all das zeigt, wie wichtig diese Art von Engagement ist. Ich bin dankbar, Teil dieses Teams gewesen zu sein, und freue mich auf alles, was noch kommt. Denn, ja, ich wäre definitiv beim nächsten Mal wieder dabei.

  • 20.08.2025
  • Emma Kocks
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