"Jede*r verdient Respekt, Würde und ein Zuhause"

Ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die Klient:innen einerseits, ein klarer Appell zu Handeln an die Politik andererseits – das war die Aktion der Ambulanten Gefährdetenhilfe am „Tag der wohnungslosen Menschen“ (11. September 2025). Die Abteilung des Diakonischen Werkes, die Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen betreut, lud in der Teestube zu einem deftigen Imbiss und geselligen Miteinander ein.

An „ihrem“ Tag wurde den von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie betreuten Menschen ein Essen nach ihrem Geschmack aufgetischt: selbst gemachte Currywurst und dazu von der Bäckerei Hemmerle gespendete Brötchen. Eine kleine Feier sollte es werden, die laut Patrick Bahr, der die Aktion als stellvertretener Abteilungsleiter der Ambulanten Gefährdetenhilfe organisierte, eine klare Sprache sprechen sollte: „Wir wollen zeigen: Ihr gehört dazu. Ihr seid wichtig. Jeder Mensch verdient Respekt, Würde und ein Zuhause.“

Denn mit dem Verlust der Wohnung gehe „der Verlust von Sicherheit und oft auch das Gefühl von Ausgrenzung und nicht richtig dazuzugehören“ einher, wie die Fachkräfte der Ambulanten Gefährdetenhilfe aus der täglichen Arbeit wissen. Die Gründe von Wohnungslosigkeit sind vielfältig, sagt Patrick Bahr und zählt auf: „Steigende Mieten, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder persönliche Schicksalsschläge“. Doch ihm ist wichtig zu betonen: „Wohnungslosigkeit ist kein persönliches Versagen – sie ist ein gesellschaftliches Problem.“  Deshalb sei das Thema, unter dem der diesjährige bundesweite Aktionstag stand, so wichtig. Dem Appell „Politik in die Pflicht nehmen – Wohnungsnot beenden“ schließt sich Patrick Bahr an und betont: „Wohnen ist ein Menschenrecht und hierfür braucht es mehr sozialen Wohnungsbau und mehr Solidarität. Niemand darf unsichtbar sein.“

  • 25.09.2025
  • Diakonisches Werk im Kirchenkreis An der Ruhr
  • Red