Am Sonntag, den 18. Januar 2026, wurde im neuen Jugendtreff in der Kaiserstraße 6 in Mülheim an der Ruhr die Evangelische Jugend im Kirchenkreis An der Ruhr offiziell gegründet. Die Gründungs- und Vollversammlung begann um 13:00 Uhr und endete gegen 15:30 Uhr.
Zu Beginn der Veranstaltung gab es einen spirituellen Impuls durch Simon Sandmann zur Jahreslosung 2026: „Siehe, ich mache alles neu.“ Der Impuls stellte einen bewussten thematischen Bezug zur Situation der Versammlung her. Sowohl die Neugründung des Jugendverbandes als auch die neuen Jugendräume wurden als Zeichen von Aufbruch, Erneuerung und Gestaltungsmöglichkeiten für junge Menschen verstanden. Die Jahreslosung verlieh dem Auftakt der Versammlung einen geistlichen Rahmen und setzte zugleich einen inhaltlichen Akzent für die zukünftige Arbeit der Evangelischen Jugend.
Mehr als 30 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kamen zu diesem Anlass zusammen. Die hohe Beteiligung verdeutlichte das große Interesse an einer eigenständigen und demokratisch organisierten Jugendvertretung im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr.
Die Versammlung wurde anschließend formal durch Julian Schäfer eröffnet. Im weiteren Verlauf wählte die Vollversammlung Simon Löwenberg einstimmig zum Versammlungsleiter. Nach Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit konnte die Versammlung ihre Arbeit aufnehmen.
Im Mittelpunkt stand die offizielle Gründung des Jugendverbandes. Ziel, Auftrag und Selbstverständnis der neuen Kinder- und Jugendvertretung wurden vorgestellt: Die Evangelische Jugend im Kirchenkreis An der Ruhr versteht sich als Interessenvertretung junger Menschen, die Beteiligung, Offenheit und Vielfalt lebt und jungen Menschen ermöglicht, Kirche aktiv mitzugestalten. In einem einstimmigen Beschluss gründete die Vollversammlung die Evangelische Jugend im Kirchenkreis An der Ruhr als offizielle Kinder- und Jugendvertretung des Kirchenkreises.
Ein weiterer zentraler Programmpunkt war die intensive Diskussion der Geschäftsordnung. Entsprechend dem vorgestellten Fahrplan beriet die Versammlung über Aufbau, Aufgaben, Wahlverfahren und Beschlussfassungen. Dabei wurden gezielt Änderungen vorgenommen. So wurde festgelegt, dass hauptberufliche Mitarbeitende der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit nicht als stimmberechtigte Mitglieder in den Vorstand gewählt werden dürfen. Zudem entschied sich die Versammlung bewusst für eine verpflichtende Vertretung aller Gemeinden im Vorstand, um eine möglichst breite und gerechte Beteiligung sicherzustellen.
Nach Abschluss der Beratungen beschloss die Vollversammlung die Geschäftsordnung in der finalen Fassung einstimmig. Mit diesem Beschluss trat die Geschäftsordnung unmittelbar in Kraft.
Im Anschluss erfolgte die Wahl des Vorstandes. Aufgrund der festgeschriebenen Verpflichtung, alle Gemeinden im Vorstand abzubilden, zog sich der Wahlprozess über mehrere Wahlgänge. Schließlich konnte ein Vorstand gewählt werden, in dem alle Gemeinden des Kirchenkreises vertreten sind. Besonders erfreulich ist dabei, dass der Vorstand nicht nur die formalen Vorgaben erfüllt, sondern diese sogar übertrifft: Ein deutlich größerer Anteil der gewählten Vorstandsmitglieder ist unter 27 Jahre alt, als es die Geschäftsordnung mindestens vorsieht. Damit wird der Anspruch einer echten Jugendvertretung glaubwürdig eingelöst.
Darüber hinaus wählte die Vollversammlung zwei Personen für die Kassenprüfung, sodass auch dieser wichtige Bereich von Beginn an transparent und verlässlich aufgestellt ist.
Nach rund zweieinhalb Stunden wurde die Gründungs- und Vollversammlung geschlossen. Mit der erfolgreichen Gründung sind nun alle formalen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, damit die Evangelische Jugend im Kirchenkreis An der Ruhr ihre Arbeit aufnehmen kann. Die erste Sitzung des neu gewählten Vorstandes ist für den Monat März geplant.
Die Gründungsveranstaltung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Beteiligung junger Menschen im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr und legt – passend zur Jahreslosung – den Grundstein für einen Neuanfang und eine zukunftsorientierte Jugendarbeit.
