Diakonie: Wohnungslosenhilfe an Kältetagen

Wegen des angekündigten kalten Winterwochenendes öffnet die Teestube der Diakonie als Anlaufstelle für Wohnungslose auch am kommenden Wochenende vom 10. und 11. Januar 2026.

Mit dem neuen Jahr kam in Mülheim der Schnee. Die Fachkräfte des Diakonischen Werkes, die Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen betreuen, sind darauf bestens vorbereitet: Das Team der Ambulanten Gefährdetenhilfe (AGH) hat ein bewährtes Konzept, das bei Kälte sofort greift und auf die akuten Bedürfnisse von obdachlosen Menschen zugeschnitten ist. So erweitert der Tagesaufenthalt „Teestube“ , Auerstraße 49, am Wochenende seine Öffnungszeiten: Der Treffpunkt der Wohnungslosenhilfe der Mülheimer Diakonie öffnet am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Januar, von 10 bis 14 Uhr.

Zudem verteilen die Streetworker nun auf ihren regelmäßigen Runden warme Kleidung. Auch für Mülheimer:innen, die hilfebedürfte Menschen auf der Straße sehen oder die die Arbeit der Obdachlosenhilfe unterstützen möchten, stehen die Sozialarbeiter:innen der Ambulanten Gefährdetenhilfe als Ansprechpersonen bereit. Sie sind erreichbar unter Tel. 0170 / 221 48 87. Wird eine akute gesundheitliche Notsituation vermutet, sollte aber der Notruf 112 gewählt werden.

Die Streetworker der Mülheimer Diakonie sprechen die Menschen an, informieren sie über die bestehenden Angebote. Aktuell haben sie zudem Mützen, Handschuhe und Rettungsdecken dabei, die sie ausgeben können. Zudem können bei Bedarf Winterschlafsäcke ausgegeben werde und sie vermitteln in die Notschlafstellen der Stadt Mülheim.

Dennoch gilt immer: Man kann niemanden zwingen, sich helfen zu lassen. Andrea Krause und ihr Team erleben es immer wieder, dass Menschen ihre Hilfsangebote ablehnen, lieber draußen bleiben wollen. In solchen Fällen kann ein Kältezelt ausgegeben werden. Zehn dieser „Iglus“ konnte das Diakonische Werk mit Fördergeldern der Kältehilfe des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen und der Geldspende eines Mülheimers Bürgers anschaffen. „Aber auch in diesen Fällen lassen wir nicht locker“, versichert Streetworker Lukas Brockmann. „Unser Ziel ist es immer, die Menschen von der Straße in eine Unterkunft zu bringen und sie an unsere verschiedenen, langfristigen Hilfen anzudocken.“

Kontakt: Zentrale Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe, Auerstraße 47-49: Tel. 0208 / 302 45 -0, agh@diakonie-muelheim.de.

  • 08.01.2026
  • Julia Blättgen
  • Red