Zur Protestkundgebung „AufRUHR – Mülheim stellt sich quer“ ruft das zivilgesellschaftliche Bündnis „Mülheim stellt sich quer“ (MHSSQ) am Donnerstag, 9. April 2026, 17 bis 20 Uhr, auf. Die Kundgebung findet an der Bergstraße, gegenüber der Stadthalle, statt. Anlass ist die „Bürgerdialog“-Veranstaltung, die zur gleichen Zeit in der Mülheimer Stadthalle stattfindet. Das Katholische Stadtdekanat und der Ev. Kirchenkreis An der Ruhr sind Teil des Bündnisses „Mülheim stellt sich quer“ und rufen alle Mülheimer*innen auf, sich friedlich an der Protestkundgebung zu beteiligen und für Demokratie, Vielfalt und Toleranz einzustehen.
Superintendent Michael Manz: „Wir wollen nicht zusehen, wie politische Akteur*innen alle Spielräume der freiheitlichen Demokratie nutzen, um das demokratische Gemeinwesen von innen auszuhöhlen. Als Kirche stehen wir ein für die Würde aller Menschen. Dazu gehören ausdrücklich alle, die von Diskriminierung betroffen sind und deren Rechte durch eine Politik des „Wir gegen die“ Frage gestellt werden.“
Mit einer Protestkundgebung gegen den zentralen Wahlkampfauftakt der AfD war „Mülheim stellt sich quer“ im Jahr 2019 erstmals öffentlich in Erscheinung getreten. Zuletzt hatte der Ev. Kirchenkreis An der Ruhr als Teil von „Mülheim stellt sich quer“ im August 2025 zum Protest gegen eine AfD-Veranstaltung zur Kommunalwahl aufgerufen. Zur größten Demonstration in der jüngeren Stadtgeschichte kam es Anfang 2024, als über 7000 Mülheimer*innen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz auf die Straße gingen, nachdem Politiker*innen mit Verbindung zur AfD eine weitgehende „Remigration“ gefordert hatten.
Im Sommer 2024 veröffentlichte „Mülheim stellt sich quer“ eine Resolution für Mülheim als friedliche, vielfältige und tolerante Stadt. Dort heißt es unter anderem: „Wir (…) bekennen uns zu Vielfalt, Toleranz, Zusammenhalt und demokratischem Miteinander. (…) Wir verurteilen Faschismus, (Rechts)-extremismus und rechtsradikales Gedankengut aufs Schärfste und werden unsere Demokratie hiervor verteidigen.“
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